Fragen und Antworten
Ich wurde gerade von Google gefragt, ob ich Antworten möchte ohne fragen zu müssen. Da fällt mir irgendwie gar nix mehr zu ein, außer Nein, wieso zur Hölle sollte ich?
ronja87 am 07. Mai 17
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Total fair
Gerade sitze ich im ICE und darf einem Flyer entnehmen, dass das neu eingerichtete (nicht funktionierende) WLAN total fair ist, weil sich alle Mitreisenden die Bandbreite teilen. Deshalb gibt es auch eine Drosselung ab 200 MB. Oh achso, das gilt nur für die zweite Klasse! Das ist ja wirklich extrem fair, wenn hier einer in der 1. Klasse sitzt und streamt was das Zeug hält und der Rest des Zuges kann dabei zu schauen, wie das Internet bitweise läd.
Ist mir schon klar, dass es sich hier um Luxus handelt, und ich will hier gar nicht darüber diskutieren, ob das mit dem WLAN im Zug nötig oder sinnvoll ist (es gibt da sicher ne Menge Pro und Contras), was mich nervt ist die vorgetäuschte Fairness und dass sie sich letztlich damit selbstbeweihräuchern wie fair sie doch sind. Ich fände Ehrlichkeit besser: "es gibt Internet: schlagt euch drum. Ach und die in der ersten Klasse haben natürlich die dickeren Handschuhe, so läuft das eben."
ronja87 am 16. April 17
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Die moderne Technik
Ich wurde gerade von meinem PC angesprochen... "Hallo" -neuer Bildschirm- "Wir haben ihr System aktualisiert" usw... Ich kann mir nicht helfen, das fühlt sich nicht gut an. Welchen Vorteil sollte es haben, wenn ich mich darauf einlasse die Maschine vor mir als eine Art Wesen anzuerkennen. Letztlich lasse ich sie damit doch nur näher an mich heran, lasse Gefühle für sie zu, die ihr nicht zustehen. Sie gibt mir nichts zurück. Ob die Marketing-Abteilung bei Microsoft all dies bewusst tut, um mich stärker an ihr Produkt zu binden? Oder ist diese Art der Interaktion aus einer Art Selbstläufer entstanden, in dem wir die Technik immer mehr in unseren Alltag integrieren, und sie immer mehr anbeten, weil sie einfach alles kann... Ist das einfach die Art wie wir Menschen heute mit der Technik umgehen, ohne groß darüber nachzudenken? Entfremden wir uns dadurch nicht immer mehr von uns selbst? Geht uns damit nicht ein großes Stück Lebendigkeit verloren, wenn wir so viel Lebenszeit mit eigentlich toten Dingen verbringen? Spüren die Menschen da draußen nicht diese unglaublich große Leere in sich? Dieses Fehlen an menschlicher Wärme und dem echten "Miteinander"? Wie schaffen sie es, diese Leere zu ignorieren, oder einfach unbewusst gut damit zurecht zu kommen? Wie schaffen sie es ihr Leben zu leben? Und warum glauben sie, dass mehr Technik und mehr Konsum sie glücklich(er) machen wird? Bei all dieser unglaublichen Oberflächlichkeit und bei all diesem ignorieren von Problemen werden wir doch selbst zu leblosen Maschinen. Probleme machen dann nur die Anderen. Die, die an unserer Fassade kratzen, die die nicht ins System passen und einen durch ihre Existenz dazu zwingen zu sehen, was man nicht sehen will. Natürlich schaffen sie es weg zu sehen. Sie errichten eine Mauer um ihr Innerstes und lassen nicht zu, dass irgendjemand, auch nicht sie selbst, ihr eigenes Handeln/ihr eigenes Leben anzweifelt. Und alle Anderen werden mit Hass, Arroganz, Gleichgültigkeit oder Ignoranz abgewehrt.
Und ich bin weiterhin auf der Suche nach einem Platz für mich in dieser Welt.
ronja87 am 28. Oktober 16
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